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Beschreibung
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Die Grundlagenstudie untersucht nach Vorgaben der funktionalen Leistungsbeschreibung „Sicherheit an personalarmen Bahnhöfen“ vom 30.06.2025 das Sicherheitsempfinden an Bahnhöfen ohne ständige Präsenz von Sicherheitspersonal. Im Gegensatz zur bereits abgeschlossenen Studie „Sichere Bahnhöfe für Alle“ (2023), die sich auf personalbesetzte Metropolbahnhöfe konzentriert, zielt diese Studie darauf ab, ein umfassendes Verständnis der Sicherheitskonstruktion und des Unsicherheitsempfindens im suburbanen und ländlichen Raum zu gewinnen. Das Vorhaben untersucht daher, wie sich hinsichtlich des Sicherheitsgefühls, der Nutzungsmuster und Konfliktpotenziale sowie der beteiligten Akteure personalarme Bahnhöfe von Metropolbahnhöfen unterscheiden.
Auch in der Wahl der Methode orientiert sich die Skizze an den Anforderungen der Leistungsbeschreibung sowie an der bereits genannten Studie von 2023. So wird zur Gewährleistung von Tiefenschärfe und Repräsentativität ein Mixed Method Design angewandt. Den theoretischen Rahmen bilden etablierte Theorien der Kriminologie und Sozialwissenschaften wie zur Kriminalitätsfurcht (z.B. Broken Window, Fear of Crime Paradox).
Im Rahmen qualitativer Forschung erfolgt zunächst eine Selektion einer geringen Anzahl von suburbanen Bahnhöfen aus dem Umkreis der drei Metropolregionen Berlin, Frankfurt am Main und Hamburg. Es erfolgt die Begehung und teilnehmende Beobachtung an diesen ausgewählten Bahnhöfen, denen Tiefeninterviews unterschiedlichster Art (Leitfaden-, Fokusgruppen- sowie Experteninterviews folgen. Zielgruppen sind dabei die unterschiedlichsten Nutzergruppen, aber auch die vor Ort präsenten Sicherheitsakteure sowie Anwohner*innen, um die subjektiven Konstruktionen von Sicherheit zu erfassen.
Anschließend erfolgt im Rahmen eines quantitativen Forschungsansatzes eine repräsentative Umfrage unter den genannten Akteursgruppen zur Messung des Sicherheitsempfindens und zur statistischen Validierung von Einflussfaktoren.
Auf diese Weise kann die geplante Grundlagenstudie evidenzbasierte Erkenntnisse für die Steuerung von Sicherheitsmaßnahmen an personalarmen Bahnhöfen liefern.
Das Projekt wird in drei Phasen (Planung, Erhebung/Forschung, Berichterstellung) über einen Zeitraum von etwa 12 Monaten durchgeführt, wobei ein kontinuierlicher Austausch mit dem Auftraggeber und die Einhaltung strenger Qualitäts- und Vertraulichkeitsstandards gewährleistet sind.
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