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Projekttitel:
Rechtliche und technische Konzepte für die Übertragung von zeitbasierten Geodaten zur Aufklärung von Fahrraddiebstählen



Gefördert durch das Institut für angewandte Forschung
Gefördert durch das Institut für angewandte Forschung

Projektpersonal der HWR

Aden, Hartmut, Professor Dr.   (Gesamt-Projektleiter/in)   

Kooperationspartner

Noa Technologies GmbH
Beuth Hochschule für Technik Berlin
Der Polizeipräsident in Berlin - Landeskriminalamt

Inhalt

Beschreibung <p>Beim Fahrraddiebstahl fehlen der Polizei oftmals geeignete Ermittlungsansätze. Deshalb stehen hohe Fallzahlen einer sehr niedrigen Aufklärungsquote gegenüber.<s> </s></p><p style="margin-left:0cm; margin-right:0cm">Das Ziel des IFAF-Projekts &bdquo;FindMyBike&ldquo; bestand darin, in einem interdisziplinären rechtlich-verwaltungswissenschaftlichen und informationstechnischen Ansatz in Zusammenarbeit mit dem in Berlin ansässigen Startup-Unternehmen Noa Technologies GmbH und dem Landes&shy;kriminalamt Berlin Lösungen zu entwickeln, um das Auffinden gestohlener Fahrräder mit Hilfe von GPS-Ortung zu erleichtern. Die Polizei sollte die Möglichkeit erhalten, mit Einver&shy;ständnis der Geschädigten, auf privat in Fahrrädern verbaute GPS-Sender zuzugreifen, um so die aktuellen Positionen gestohlener Fahrräder zu ermitteln, diese aufzufinden und Taten aufklären zu können.</p><p style="margin-left:0cm; margin-right:0cm">Die &ndash; einer legislativen Klarstellung bedürfenden &ndash; Normen der Strafprozessordnung lassen eine polizeiliche Nutzung von privaten Ortungsdaten zur Strafverfolgung auch grundsätzlich zu, setzen ihr aber bei Straftaten der einfachen und mittleren Kriminalität gewisse Grenzen. Diese nicht explizit geregelten rechtlichen Grenzen wurde im Projekt umfassend analysiert. Erforderlich ist danach insbesondere eine Unterscheidung der Sachverhalte zwischen solchen mit Anfangsverdacht einer Straftat von erheblicher Bedeutung und weniger gewich&shy;tigen Straftaten. Ebenfalls umfassend analysiert wurden Anforderungen an den Schutz personenbezogener Daten sowie mögliche rechtliche Implikationen der Nutzung aktueller Positionsdaten durch die Polizei. Die Grundsätze der Datenminimierung und der Privacy by Design wurden umfassend berücksichtigt.</p><p>Unter Berücksichtigung des rechtlichen Hintergrunds wurde ein prototypisches Software&shy;system, als FindMyBike-System bezeichnet, entwickelt, das sich in drei Schichten gliedert. Auf der oberen Schicht wurden die Datenschnittstellen zur Polizei Berlin implementiert (Diebstahlmeldung der Geschädigten bei der Polizei mit Freigabe der Trackingdaten, Daten&shy;kommunikation mit dem polizeiinternen Softwaresystem) und auf der unteren Schicht die Übertragung der Trackingdaten vom kooperierenden Partner Noa. Die mittlere Schicht besteht aus zahlreichen Softwaremodulen, welche die verschiedenen Services (z. B. Echt&shy;zeitanzeige von Standortdaten auf einer Karte) und alle Vorgänge zur Datenkommunikation implementieren. Ergänzend wurde ein Konzept zur Sicherstellung der Datenverwertbarkeit in Gerichtsverfahren entwickelt.</p><p>Mit Hilfe einer zu einem gestohlenen Fahrrad gehörenden URL kann die Polizei, nach Frei&shy;gabe durch die Geschädigten im Rahmen der Online-Anzeige, auf die jeweils aktuelle Posi&shy;tion dieses Fahrrades zugreifen. Der Standort wird auf einer Web-View visualisiert (siehe Abbildung 1). Wenn neue Daten zur Position des Fahrrades vorliegen, wird die Anzeige des Standorts in dieser Kartenansicht automatisch aktualisiert.</p><p>In mehreren Feldversuchen, bei denen mit Unterstützung der Polizei Berlin und Studierender der HWR polizeiliche Einsätze simuliert wurden, konnte die Funktionsfähigkeit des FindMy&shy;Bike-Systems nachgewiesen werden. Der polizeiliche Zugriff auf aktuelle Positionsdaten versetzte diese in die Lage, gestohlene Fahrräder mehrheitlich zeitnah und zugleich rechts- und datenschutzkonform aufzufinden.</p><p style="margin-left:0cm; margin-right:0cm">Das FindMyBike-System wurde prototypisch implementiert und mit Daten der Firma Noa Technologies gespeist. Das System ist jedoch so flexibel aufgebaut, dass es durch beliebige Fahrradflottenbetreiber und Serviceanbieter für Tracking-Technologien sowie perspektivisch auch durch Geschädigte, deren Fahrräder mit der entsprechenden Tracking-Technologie ausgerüstet sind, genutzt werden kann. Damit soll das entwickelte System einen Beitrag zur Straftatenaufklärung und mittelbar zur Prävention von Fahrraddiebstählen leisten und auch das individuelle Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger stärken.</p>

Förderdaten

Geldgeber/-in Förderprogramm Freitext
Institut für angewandte Forschung Berlin Förderlinie 1: Verbundprojekte eines Kompetenzzentrums
Institut für angewandte Forschung Berlin Förderlinie 4: Lehrdeputatsreduktion

Grunddaten

Projekttitel Rechtliche und technische Konzepte für die Übertragung von zeitbasierten Geodaten zur Aufklärung von Fahrraddiebstählen
Akronym FindMyBike
ausführlicher Projekttitel
Projekttitel (English)
Laufzeit von 01.04.2017
Laufzeit bis 31.03.2019
Bewilligungsdatum
Antragsdatum
HWR-interne Kostenträgernummer
Projekt-URL
Projekttyp Verbundvorhaben
Rolle der HWR bei Verbundvorhaben Konsortialführer
ggf. Aktenzeichen/Förderkennzeichen des Mittelgebers
Status abgeschlossen
zur Veröffentlichung im Internet freigeben J
Änderungsdatum 06.08.2019 12:27:52

Zuordnung zu Einrichtungen

Fachbereich 5 Polizei und Sicherheitsmanagement
Forschungsinstitut für öffentliche und private Sicherheit (FÖPS Berlin)

Externe Dokumente

Name Dateiname
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Strukturbaum
Das Projekt wurde 2 mal gefunden: