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Beschreibung
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Das Projekt untersucht, ob im Steuerrecht Fehlanreize bestehen, aktive Landwirtinnen und Landwirte benachteiligt und Regelungen umgangen werden. Relevante Vorschriften des Steuerrechts sind die Rücklage nach § 6b Einkommensteuergesetz (EStG), §§ 13a, 13b Erbschaftsteuer- und Schenkungssteuergesetz (ErbStG) sowie § 1 Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG). Die genannten Regelungen des Steuerrechts stehen allen Wirtschaftsbereichen zur Verfügung. Dem § 6b EStG und den §§ 13a, 13b ErbStG wird jedoch eine besondere Bedeutung für die Landwirtschaft zugeschrieben. Sie können als Steuervergünstigung verstanden werden und wirken als politisches Steuerungsinstrument. Steuerliche Regelungen sind jedoch oft nur ein Teil der vielfältigen Überlegungen der Marktteilnehmer, weshalb auch der Einfluss von Spekulation, Eigentumsstrukturen und der strukturellen Entwicklung ländlicher Räume auf die Allokation landwirtschaftlicher Flächen untersucht und weitere Einflussfaktoren auf den landwirtschaftlichen Bodenmarkt wie Flächenverluste, Zinspolitik, Tradition, Verkehr, Siedlungstätigkeit und auch Bevölkerungsdichte berücksichtigt werden.
Das Projekt wendet verschiedene wissenschaftliche Methoden an. In einem ersten Schritt werden Literaturstudien zur Aktualisierung einer bereits veröffentlichten Zahlungsbereitschaftsanalyse durchgeführt, Erkenntnisse über das geltende Steuerrecht und bestehende Anpassungsvorschläge für das Einkommensteuerrecht gewonnen. Dabei werden die theoretischen Erkenntnisse und Modellrechnungen der Zahlungsbereitschaftsanalyse auf ihre Praxistauglichkeit überprüft. Weitere betriebswirtschaftliche Modellrechnungen klären die Auswirkungen bestehender und geplanter Abgabenregelungen. Schließlich gibt die Auswertung von Sekundärdaten zum landwirtschaftlichen Bodenmarkt, einschließlich einer Fallstudie zum Grundstücksverkehr in einem Bundesland, einen praxisnahen Einblick in das Geschehen und die Zusammenhänge auf dem Bodenmarkt.
Das Projekt ist im Bereich der angewandten Forschung angesiedelt. Bestehende steuerliche Regelungen werden auf ihre Wirksamkeit und mögliche Fehlanreize untersucht. Auf dieser Basis kann eine evidenzbasierte politische Entscheidung getroffen werden, ob Maßnahmen gegen mögliche Fehlentwicklungen ergriffen werden sollen.
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