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Beschreibung
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Das Projekt PROVIS möchte exemplarisch in drei Handlungsfeldern der Berliner Verwaltung erforschen, wie mathematisch-statistische Methoden, Methoden des maschinellen Lernens bis hin zur Künstlichen Intelligenz (KI) im Verwaltungshandeln nutzenbringend eingesetzt werden können. Dazu sollen zunächst die Steuerungsprozesse der Verwaltung, die jeweils von mehreren Akteuren aus verschiedenen Organisationseinheiten vollzogen werden, analysiert und optimiert werden. Es soll ein sinnvoller und realisierbarer Einsatz moderner Technologien im operativen und strategischen
Verwaltungsmanagement ermöglicht werden. Das Forschungsteam von PROVIS ist dementsprechend interdisziplinär besetzt.
Der Lösungsansatz basiert auf Verfahren der Predictive Analytics (PA) und Prescriptive Analytics (PE) im Bereich des Verwaltungscontrollings. Dies bedeutet, dass datenbasierte Prognosen (Forecasts) modelliert und in einem Softwaretool abgebildet werden. Dadurch wird die Verwaltung in die Lage versetzt, ihr Planen, Entscheiden und Handeln antizipierend und proaktiv zu gestalten, anstatt situativ zu reagieren. Die modellierten Verfahren bieten der Verwaltung eine Entscheidungsunterstützung. Voraussetzung hierfür ist eine entsprechende Datenbasis, die im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung zunehmend zur Verfügung steht und die von den Praxispartnern in das Projekt eingebracht wird. Die drei von PROVIS ausgewählten Handlungsfelder der Berliner Landesverwaltung sind Bürgerdienste, Ordnungsangelegenheiten (Schwerpunkt Gewerbeaufsicht) und Schulen (insbesondere Lehrkräftebedarfsplanung), so dass wichtige Lebensbereiche von Bürger:innen abgedeckt werden.
PROVIS wird mathematische Prognosemethoden für die öffentliche Verwaltung unter Berücksichtigung der Erklärbarkeit der Ergebnisse und unterschiedlicher Datengranularität entwickeln, softwaretechnisch in ein Prognosetool implementieren und dieses den Partnern sowie der Öffentlichkeit rechtefrei (Open Source) zur Verfügung stellen. Das Prognosetool wird Folgeprojekten zur Verfügung stehen und kann im Rahmen von Beratungsdienstleistungen vielfältig genutzt werden.
In drei Handlungsfeldern der öffentlichen Verwaltung werden exemplarisch Verfahren der Predictive Analytics (PA) und Prescriptive Analytics (PE) konzipiert, modelliert und implementiert. Der anwendungsbezogene Forschungsstand bzgl. hybrider Prognosemethoden wird dadurch erweitert und publiziert. Die publizierten Forschungsergebnisse ermöglichen eine erfolgreiche Implementierung inklusive Ansätzen des Change Managements unter den Rahmenbedingungen der öffentlichen Verwaltung. Die abgeleiteten, verallgemeinerungsfähigen Erkenntnisse sind ein wichtiger Baustein für die verwaltungswissenschaftliche Forschung mit interdisziplinären Bezügen zur Informatik und Mathematik und zur Fragestellung, wie die Potenziale der Digitalisierung durch den Einsatz von PA, PE und KI produktivitätssteigernd realisiert und empirisch signifikant nachgewiesen werden können. Das interdisziplinäre und institutionelle Projektteam inklusive wichtiger Landesbehörden Berlins liefert wichtige Beiträge zur Schließung dieser Forschungslücke und gewährleistet eine nachhaltige Implementierung der Verfahren in der Verwaltung. Die Möglichkeit des Transfers auf andere Tätigkeitsbereiche in Verwaltungen und auf Folgeprojekte ist durch die Modellhaftigkeit der Forschungsfragen und durch die Schlüsselpositionen der beteiligten Partner gegeben. Die Projektergebnisse fließen in die Hochschullehre ein und stärken die Zusammenarbeit zwischen dem Land Berlin und dem IVVI-Institut der HWR.
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